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Markt
7 Min. Lesezeit

Lage von Gastronomie und Hotellerie in Deutschland – Q1 2026

12. April 2026
·Hogawelt Redaktion

Gesamtwirtschaftliche Kennzahlen (Januar – März 2026)

Das erste Quartal 2026 ist von einer deutlichen Schere zwischen Übernachtungszahlen und realen Umsätzen geprägt. Während die Nachfrage nach Beherbergung leicht wächst, leidet die Gastronomie unter der anhaltenden Konsumzurückhaltung und steigenden Betriebskosten.

Übernachtungszahlen: Allein im Januar 2026 wurden 25,5 Millionen Übernachtungen registriert (+1,2 % zum Vorjahr).

Umsatzentwicklung: Der reale Umsatz sank im Januar 2026 um 4,4 % bis 5,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Stimmungslage: Laut DEHOGA-Umfragen blicken rund 58 % der Betriebe verhalten auf die kommenden Monate. Hauptbelastungsfaktoren sind Personalkosten, Bürokratie und hohe Energiekosten.

Gastronomie vs. Hotellerie

Gastronomie: Die Branche steht unter massivem Druck. Die Rückkehr zum vollen Mehrwertsteuersatz (19 % auf Speisen) und die allgemeine Schwäche der Binnenkonjunktur führen dazu, dass Gäste seltener auswärts essen oder pro Besuch weniger ausgeben.

Hotellerie: Die Hotels profitieren von einer robusten Nachfrage im Geschäftsreise- und Messe-Segment. Dennoch zwingen volatile Nachfragemuster viele Betriebe zu einem dynamischen Pricing.

Regionaler Vergleich: Bundesländer & Standorttypen

Region / TypTrend Q1 2026Besonderheiten
Stadtstaaten (Berlin, Hamburg)Stabil bis PositivHohe Auslastung durch Kongresse und Events.
Küstenländer (SH, MV)Saisonal moderatAbhängig von Wetter und Ferienzeiten; Buchungsverhalten extrem kurzfristig.
Süddeutschland (Bayern, BW)StabilWintersport-Tourismus stützte das Quartal.
Ländliche RegionenHerausforderndStrukturwandel in der Gastronomie (Wirtshaussterben) deutlicher spürbar.
GroßstädteRobustProfitiert vom internationalen Tourismus und dem MICE-Sektor.

Klassische Hotellerie vs. Appartements

Ein wesentlicher Trend im Q1 2026 ist die Verschiebung der Marktanteile hin zu flexiblen Wohnformen.

  • Klassische Hotels: Dominieren weiterhin den Investmentmarkt (ca. 80 % des Transaktionsvolumens), kämpfen aber mit hohen Fixkosten.
  • Appartements / Airbnb / Serviced Apartments: Wachstum überdurchschnittlich. Im Jahr 2025 wurden europaweit fast eine Milliarde Übernachtungen über Plattformen wie Airbnb gebucht.
  • Marktanteil: Serviced Apartments machten im Q1 2026 bereits etwa 18 % des gewerblichen Investmentvolumens aus.

Fazit

Das Gastgewerbe im ersten Quartal 2026 ist ein "Markt der zwei Geschwindigkeiten". Während die Hotellerie Mengenwachstum generiert, kämpft die Gastronomie mit einem realen Umsatzrückgang. Die Branche hofft auf eine Stabilisierung der Energiekosten und eine Belebung des privaten Konsums im weiteren Jahresverlauf.

Über den Autor

Heiko Genzlinger

Name: Heiko Genzlinger

Rolle: Inhaber, Absolut Gastronomie Immobilien

Absolut Gastronomie Immobilien vermittelt seit 16 Jahren Gastronomie- und Hotelimmobilien, gegründet als EG Büro für Gastronomievermittlungen. Heiko Genzlinger führt das Haus mit Sitz in München und Schwerpunkt Bayern; zuvor war er Geschäftsführer von Yahoo! Deutschland.

Hogawelt ist entstanden, weil allgemeine Immobilienportale die Besonderheiten dieser Objekte nicht abbilden. Was einen Gastronomiebetrieb oder ein Hotel tatsächlich ausmacht, taucht dort in keinem Eingabefeld auf — und Sonderformen wie Foodtrucks oder Eventlocations passen in keine der vorgesehenen Kategorien. Hinzu kommt der Vertrieb: Der wirksamste Hebel für Verkauf und Verpachtung ist heute gezielte Werbung in sozialen Netzwerken. Hogawelt gibt Inserenten und Maklern Zugang zu genau den Daten, die dafür nötig sind.

Kontakt: hg@absolut-gastronomie-immobilien.de

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